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GND_EARTH Galerie Berlin

08.06.2001

 

 

GND_EARTH Galerie Berlin

GND_EARTH (ground to earth) präsentieren, vom 06. – 10. Juni 01 ein Ausstellungs- und Filmprogramm von Studierenden und Absolventen der Kunsthochschule für Medien Köln.

 

GND_EARTH
Schreinerstr. 16
10 247 Berlin

 

Freitag, 08.06.01
um 21.30h >Das Kapital<
eine Video-Sound-Performance von Marcello Mercado.

 

 

Programm

Mittwoch, 06.06.01
ab 19.00h
Ausstellungseröffnung
>monospace<
Foto- Videoarbeiten von Maximilian Erbacher

 

Donnerstag, 07.06.01
ab 19.00 geöffnet – Ausstellung >monospace<
um 20.30h
>Discourse on Media Art<
Vortrag von Andreas Walther anhand einer Auswahl von Arbeiten,
die in den letzten 10 Jahren an der KHM entstanden sind. Im Anschluß daran, offene Diskussion.

 

Freitag, 08.06.01
ab 19.00h geöffnet – Ausstellung >monospace<

um 21.30h >Das Kapital<
eine Video-Sound-Performance von Marcello Mercado.
In seinem Film „Das Kapital“, basierend auf Karl Marx, zeigt
M. Mercado mit einer Mischung aus Inszenierung, Animation und
Found Footage seine Vision eines der bedeutensten Manifeste des
20.Jhd. Mit dem Klangmaterial aus seiner gleichnamigen Oper, die in
Zusammenarbeit mit dem Künstler Anthony Moore entstanden ist, wird
Mercado seinen Film performativ begleiten.

 

Samstag, 09.06.01
ab 19.00h geöffnet – Ausstellung

um 21.30h >Passing Drama<
eine Video-Klang-Performance von Angela Melitopoulos. Die Flucht als Motiv der Erzählung wird in Passing Drama zu einem filmischen Thema über Erzählung und Gedächtnis selbst. Historie erscheint als eine Maschinerie, die für das Wohl einer unsichtbaren Mehrheit Minderheiten verschlingt. Drama wird zur Bühne des Vergessens, allerdings eines Vergessens, das nicht aufgehört hat, zu bewegen. Jeder Ort der Erzählung erscheint als eine differenzierte Zeitebene, mal als Erinnerungsort oder auch als Ort der Handlung. Stimmen werden einerseits als Text aber auch als Tonmaterial genutzt. Sie bilden die Fäden eines Gewebes,
die narrative Struktur des Videos ist hypertextuel. An diesem Abend nimmt die Künstlerin die Fäden wieder auf und webt neues Klangmaterial in die schon bestehende Struktur des Films.

 

Sonntag, 10.06.01
ab 15.00h geöffnet – Ausstellung

um 16.00h >GND_EARTH bittet zu Tisch – Kurzfilme<
Bei Kaffee und Kuchen wird das Kurzfilmprogramm mit Filmen diverser
Genres zum Thema „Tisch“ eröffnet. Der Nachmittag klingt entspannt aus
mit dem ersten Roadmusical „Ich muß gehen“ (Max-Ophüls-Preis)
von Florian Mischa Böder.
(Ablauf s. Anhang)

um 19.00h >Experimentalfilm<
Gezeigt werden Filme, die aus der narrativen Filmstruktur ausbrechen und
neue Bildwelten und Erzählebenen suchen.
>Untertauchen< von Andreas Walther
>Brunnen< von Ludger Hoffacker
>Wo träumende Esel träumen< von Echo Ho
>Go (down) Mary< von Börries Müller-Büsching

 

Ausstellung > monospace < von Maximilian Erbacher

Die fünf größten Flughäfen Deutschlands:
– 5 Fotoarbeiten, Farbe, 98 x 140 cm
– Video, Farbe, 12 min.
„An den größten deutschen Flughäfen –München, Frankfurt/Main, Hannover, Berlin und Hamburg- kam es von November 1999 bis Mai 2000 zu
folgender fotografischer Aktion. Das Ziel bestand darin, auf die Start- bzw. Landebahn dieser Flughäfen zu gelangen. Mein Interesse richtete sich dabei
auf die Sektion der Landebahn, in welcher man die ersten Berührungspunkte der landenten Flugzeug mit dem Beton erkennen kann. In diesem Abschnitt,
auch Touchdown genannt, findet man eine Überlagerung von unterschiedlich langen und intensiven Abdrücken der aufsetzenden Pneus.
Dieser Raum des Flughafens verdichtet zwei verschiedene Dimensionen –die Elemente Luft und Erde.
Das Bild dieser Abriebspuren zeigt zum einen die Geschwindigkeit an diesem Ort, zum anderen, die Flüchtigkeit der Spur an einem transitorischen Ort,
durch die kontinuierliche Wiederholung des Landevorgangs. Das Bild ist exterritorial. Die filmische Dokumentation der Aktion zeigt mein
Vordringen/Überwinden auf das Sperrgebiet der Start- und Landebahn.
Der Nachweis der eigenen Existenz liefert der Zustand des Sich-Bewegens und des Sich-in-Bewegung-Haltens. Räume, die das Sich-Bewegen zum
Bewegten transformieren, sind auch Räume, die die Persönlichkeit auszulöschen drohen: Groß-Flughäfen, Großraum-Supermarkt, Großraumkinos.
Der Passagier: Mieter eines Raumes für wenige Stunden, seine Präsenz ist eine Form flüchtiger Gegenwart. Kausalität von Hypergeschwindigkeit und
Hyperkraft. Linearität der Bewegungen. Der Horizont ist das Ende des Rollfeldes, ist die Tragfläche des Flugzeuges.“ (M. Erbacher)