Preloader image
3134
post-template-default,single,single-post,postid-3134,single-format-standard,stockholm-core-1.0.8,select-theme-ver-5.1.5,ajax_fade,page_not_loaded,vertical_menu_enabled,paspartu_enabled,side_area_uncovered,wpb-js-composer js-comp-ver-6.0.5,vc_responsive

RECORD > AGAIN! 40jahrevideokunst.de – Teil 2

 

29.11.2009 -14.02.2009

 

 

RECORD > AGAIN! 40jahrevideokunst.de – Teil 2

 

 

Kunsthaus Dresden
Städtische Galerie für Gegenwartskunst
Rähnitzgasse 8,
D-01097 Dresden
Germany

 

40JAHREVIDEOKUNST.DE Teil 2

Joseph Beuys, Wolf Kahlen, Ulrike Rosenbach, Holger Czukay, Anna Oppermann, Klaus vom Bruch, Walter Schröder-Limmer, Bazon Brocks, Gerry Schum, Jörg Herold, Michael Morgner, Lutz Dammbeck, Ulrich Rückriem, Klaus Rinke, Franz Erhard Walther, Reiner Ruthenbeck, Claus Böhmler, Ursula Wevers u.a.

Künstlerische Leitung: Peter Weibel, Kuratiert von Christoph Blase

RECORD > AGAIN!, ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Kunst- und Medientechnologie in Karlsruhe ZKM, stellt restaurierte Videoarbeiten aus den letzten vierzig Jahren vor, die exemplarisch die Vielfalt der deutschen Videokunstszene, insbesondere in der Frühzeit des Mediums widerspiegeln. Gezeigt wird das künstlerische Experiment, die Freude in der Entdeckung eines neuen künstlerischen Ausdrucksmittels und die Lust an der Kommunikation und Interaktion. In den künstlerischen Aktionen wie auch in der gesellschaftlichen Atmosphäre der ersten Jahrzehnte wird eine Euphorie spürbar, in der der Glauben an die Möglichkeiten dieser Technologie als ein neues künstlerisches wie auch zivilgesellschaftliches Medium des Austausches lag. Die Dokumentation der Lebensumwelt, die erweiterte Wahrnehmung des Körpers und die Einbeziehung von anderen Menschen in den eigentlichen künstlerischen Prozess, stellen ein Potenzial zur Erweiterung des künstlerischen Handlungsfeldes dar. Die Möglichkeiten des neuen Mediums wurden aber auch in der Vermittlung von Kunst über das Medium Video und über das Fernsehen wahrgenommen.

In der Ausstellung werden ausgesuchte Highlights der Videokunstgeschichte gezeigt, darunter auch zahlreiche wichtige Arbeiten, die durch den Verfall des Materials verloren zu gehen drohten und nun restauriert und erstmals wieder vorgeführt werden können. Gezeigt werden die Videoarbeiten überwiegend auf historischen Geräten der jeweiligen Zeit, so dass auch eine Begegnung mit der Designgeschichte dieser Jahre Bestandteil der Ausstellung ist. Der berühmte Boxkampf, den Joseph Beuys 1972 auf der documenta 5 veranstaltete und die Arbeit Schafe von Wolf Kahlen, die 1975 für sechs Monitore konzipiert wurde, sind ebenso zu sehen wie Ausschnitte aus Bazon Brocks Besucherschule, ein Interview mit Gerry Schum, dem Initiator der Fernsehgalerie, aber auch eines der berühmten Kampagnenvideos der Freiburger Medienwerkstatt aus den achtziger Jahren. Ein besonderes Augenmerk in der Ausstellung gilt einer Auswahl der wenigen Videoarbeiten, die trotz des extrem reglementierten Zugangs zur Technologie in den achtziger Jahren in der DDR entstanden sind: So unter anderen die 1988 in Leipzig im Rahmen einer künstlerischen Gruppenaktion zur Ehrenrettung von Beuys entstandene Arbeit Nach Beuys (Kunst wofür?) von Jörg Herold, die berüchtigten Aufnahmen der Aktion M. Überschreitet den See bei Gallenthin von Michael Morgner, die 1981 entstanden sind und Herakles (1984) von Lutz Dammbeck.