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KUNSTFORUM International: Im Zoo der Kunst II

01.04.2005

 

 

KUNSTFORUM International

 

175

Die Genres der Fotografie I

Die Bildwelten von Wim Wenders, Peter Lindbergh, Jim Rakete

Wer glaubte, in den beiden Bänden über den Gebrauch sowie das Ende der Fotografie (Band 171 und 172, 2004), hätte Heinz-Norbert Jocks das Thema erschöpfend behandelt, der wird im aktuellen Heft eines Besseren belehrt: Erneut steuert der Autor ein gewichtiges Foto-Special bei, angelegt als Folge von Gesprächen mit verschiedenen „Kunstschaffenden“, die ihr Metier jeweils ganz anders interpretieren. Um die Komplexität des fotografischen Blicks nicht auf den so genannten „künstlerischen“ zu reduzieren, bezieht die Serie sämtliche „Genres der Fotografie“ mit ein (siehe auch Band 181 und 182, 2006). Die erste Lieferung besteht aus drei Interviews mit hochkarätigen Foto-Bilder-Machern. So sprach Jocks mit dem Filmemacher und Fotografen Wim Wenders über die Angst des Fotografen vor der falschen Bewegung. Mit Peter Lindbergh holte er einen internationalen Star der Modefotografie vor sein Mikrophon. Der für seine filmreifen Inszenierungen bekannte Fotograf ist «ein Meister seiner Klasse und nicht nur auf ein Genre reduzierbar». Das dritte Gespräch führte Jocks mit Jim Rakete, der Stars des deutschen wie internationalen Film-, Theater und Musiklebens porträtierte. VERBERGEN

 

 

Im Zoo der Kunst II

Seit wann und warum gibt es lebende Tiere in der bildenden Kunst?

Tiere gibt es seit jeher in der Kunst, bevölkern sie doch bereits die Höhlenmalereien der prähistorischen Urzeit. Seitdem werden Tiere gezeichnet, gemalt, in Stein gehauen, in Ton geformt, kurz, sind als Motiv in der bildenden Kunst gewissermaßen alltäglich. Eine entscheidende Veränderung erfuhr das Verhältnis von Tier und Kunst jedoch mit dem Auftauchen lebender Tiere im Kunstkontext: aus dem Darstellungsgegenstand, dem Motiv, wurde ein Darstellungsmittel, ein Material. Dieses bislang wenig beachtete Phänomen hat Thomas Zaunschirm in dieser umfangreichen Dokumentation nun erstmals ausführlich beleuchtet und systematisch untersucht. Im zweiten Band widmet sich Thomas Zaunschirm den komplizierten Fragen des Tierschutzes, befasst sich mit der Wahrnehmung von Tieren «als Künstler» und untersucht das Spektrum möglicher Verhältnisse von Mensch und Tier, von Kunst und Natur. Ein «Archiv» im Anhang gibt einen gerafften überblick über den Zoo der Kunst beziehungsweise lebende Tiere im Kunstkontext. Aufgelistet sind darin Werke von 260 Künstlern. Siehe auch den ersten Teil der Dokumentation in Band 175 (2005).

 

 

 

 

Marcello Mercado

* 1963, Saenz Peña, Argentinien

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